Unser Pfarrer: Markus Da Rugna

Markus Da Rugna ist auf der andern Seite des Kantons Thurgau aufgewachsen. In Frauenfeld. Auf dem Schulweg musste er dort manchmal sehr lange vor einer Barriere warten. Wegen rangierenden Zuckerrüben-Zügen. Daraus und noch viel mehr durch die Beziehung zu seinem Vater ist die Liebe zur Eisenbahn entstanden. Später kamen noch andere Vorlieben dazu: Fussball, Volleyball, Langlauf und Interesse an Literatur und Theater.
Nochmals später kam eine Berufung. Ich habe entdeckt, dass Gott Menschen nicht aufgrund meiner eigenen Wertmassstäbe beruft. So bin ich schliesslich in einer jungen Kirche in Zürich gelandet (ICF) und habe am Institut für Gemeindebau und Weltmission (IGW) meine erste theologische Prägung erhalten. Schliesslich habe ich für mich einen weiteren Horizont entdeckt. Während einem Zwischenjahr in der Communität Don Camillo in Montmirail NE bin ich auf die Evangelisch-methodistische Kirche gestossen. Nach einem Praktikum in Bülach und zwei weiteren Studienjahren an der Theologischen Hochschule Reutlingen trat ich meine erste Stelle in Gelterkinden BL an. Diese Erfahrung war so gut und wertvoll, dass ich nun in Romanshorn und Rorschach meinen Dienst tun kann und will.
Verheiratet bin ich seit jenen Jahren in Zürich mit Regula, die mir auch nach bald 15 Ehejahren sehr wohlgesinnt ist. Wir haben drei Kinder, mit denen wir Leben und Haus und noch viel mehr teilen.
Letztes Jahr haben Regula und ich das Pilgern entdeckt. Allerdings nicht auf dem Jakobsweg, sondern auf den Spuren von Franziskus von Assisi. In Italien also. Da kommt übrigens auch mein Nachname her und wird „Da Runja“ ausgesprochen. So schliesst sich nicht zum ersten Mal ein Kreis in meinem Leben.
Pfarrer-Sein ist für mich ein grosses Privileg. Es geht da weniger um Zuckerrüben und wie sie in die „Zuckeri“ kommen, sondern um die grossen Fragen des Lebens und Glaubens. Und um eine Ur-Sehnsucht in uns, wie wir unser Leben von Gott prägen lassen können. Diese Aufgabe ist so gross, dass sie eine immer stärkere Sehnsucht nach Gott in mir weckt. Und das hat immer mit meinen Mitmenschen zu tun. Ob inner- oder ausserhalb der christlichen Kirchen. Das möchte ich leben und sehe ich als meine Aufgabe:
„Predige Christus zu aller Zeit und wenn nötig, benutze Worte.“
Franziskus von Assisi